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28.08. – 25.09.2010
BAR WOTEVA –
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Patricia Ellis, Nike Savvas, Rowena Dring,
Guy BAR-Amotz, Olof Bjornsdottir, Cedar Lewisohn, Ulli Knall
curated by: Ulli Knall
Eröffnung: 28.8. 20 Uhr mit Performance
Opening on August 28 – 8 p.m.
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1 Ólöf Björnsdóttir, 3Nike Savvas,4Guy Bar-Amotz, 5Rowena Dring
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Text und Künstlerinfo
Worddatei>>
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| BAR WOTEVA – Performances |
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Die isländische Performance Künstlerin Olof Bjornsdottir und die in London lebende Vorarlberger Künstlerin Ulli Knall werden gemeinsam im Vorfeld
jeweils einen Marktstand bespielen:
Bregenzer Wochenmarkt, am Freitag, den 27. August,
vormittags von 9 bis 13 Uhr, beim Theater - KUB-Cafe
und am
Dornbirner Stadtmarkt, am Samstag den 28. August,
von 9 bis 13 Uhr - Eisengasse
Die beiden Künstlerinnen werden interessierte Marktbesucher/innen animieren, Kunstwerke für die Ausstellung herzustellen.
Ulli Knalls Projekt “Me Tarzan you Jane” besteht aus einem Skulpturentausch. Der/die Marktbesucher/in und Ulli Knall haben jeweils einen gleich großen Klumpen Ton zur Verfügung und versuchen, innerhalb von 10 Minuten ein Portrait von einander zu modellieren. Die Resultate werden in der Ausstellung gezeigt und
am Ende der Ausstellung können die von Ulli Knall kreierten Portraits von den Teilnehmern/innen abgeholt werden.Weiters besteht die Möglichkeit, mit der Frottagetechnik selbst ein Blatt einer limitierten Edition der beiden Künstlerinnen herzustellen.
Zur Eröffnung der Ausstellung
BAR WOTEVA, am 28.08, ab 20 Uhr
wird Woollenmaiden , Olof Bjornsdottirs Alter Ego, während die Besucher eintreffen, von einer professionellen Gesangslehrerin – die Musikerin Alex Sutter wird diesen Part übernehmen - Gesangsunterricht nehmen, um dem Musikland Österreich die Ehre zu erweisen. Anschließend wird sie im Beisein der Besucher ein Portrait von Ulli Knall, ebenfalls in der Ausstellung vertreten, modellieren.
Für die Besucher der Ausstellung besteht – wie schon auf den Märkten – die Möglichkeit, mit der Frottagetechnik selbst ein Blatt einer limitierten Edition der beiden Künstlerinnen herzustellen. |
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Selbstgeisselnde Mönche, Bilder von Massengräbern, psychotherapeutische Familientreffen, archaische Männer mit zwei Penisen, Kinder, die hinter Halloweenmasken hervorgucken und eine Isländische Waldfee, die sich beauftragt fühlt, Weltfrieden herzustellen. Sie alle haben sich in Bar Woteva zusammengefunden.
Die Faszination des Künstlers mit “authentischer” Emotion ist nichts Neues. In den letzten fünfzehn Jahren hat sich jedoch die “echte” Empfindung in unserer Gesellschaft zum Verkaufsschlager entwickelt.
Reality-Shows wie Big Brother oder X Factor leben von dem Moment, wenn der Kandidat – die Kandidatin herausgefunden hat, ob er/sie es zur nächsten Runde geschafft hat. Auch das Internet hat uns dem Phänomen, gleichzeitig privat und öffentlich zu sein, näher gebracht.
Durch Facebook, Twitter, My Space und weiteren sozialen Netzwerken setzen wir uns, wenn uns danach ist, dem Blick einer anonymen Masse aus. Wir halten uns im Jetzt auf: “Gerade gelandet”, “Beziehung: Single – seit 5 Minuten”. Dramatisch oder banal: alles zählt.
Indem wir uns zu dieser Art von öffentlichen Wesen gemacht haben, haben wir gleichzeitig Intimität und Anonymität gewonnen.
Durch diese Fähigkeit, synchron publik und intim zu sein, wurde unser Verständnis von Öffentlichkeit und der damit einhergehenden Verantwortung neu definiert.
Unser Bedürfnis, als soziale Wesen Teil eines Ganzen zu sein, scheint in unserer Natur zu liegen. Könnte die Funktion von virtuellen sozialen Netzwerken als Zeuge unserer Emotionen mit der Funktion einer Psychotherapie-Gruppe verglichen werden?
Wie real ist eigentlich diese Realität der Twitter Welt? In dem Moment, in dem wir die Gegenwart reflektieren, haben wir uns ja schon einen Schritt weit davon wegbewegt. Wenn man diese Realität mit der eines Gladiators in einer Arena vergleicht, scheint das Internet ein sicherer Ort zu sein.
Moderne Bildhauer haben den Raum zwischen den Objekten untersucht. Ich sehe es als unsere Herausforderung, über den emotionalen Raum, der von unserer digitalen Gesellschaft kreiert wird, nachzudenken.
Die Kunstwerke in Bar Woteva beschäftigen sich mit Authentizität und Emotion auf verschiedenen Ebenen, sei es durch die Wahl der Materialien, der Machart oder des Inhaltes.
Ulli Knall
Curator
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Self-flagellating monks, images of mass graves, psycho-therapeutic family reunions, archaic men with two penises, children gazing from behind Halloween masks and an Icelandic woodland fairy with her heart set on creating world piece – they have all come together at Bar Woteva.
The artist's fascination with authentic emotion is nothing new but “real” emotion seems to have become one of the biggest sellers in our society during the past 15 years. Reality TV shows like Big Brother or The X-Factor are capitalizing on that special moment when the candidate finds out if he/she has made it to the next round. The internet too has made us aware of the phenomenon of being exposed and private at the same time.
Facebook, My Space and the likes give us visibility to an anonymous mass if we wish to be exposed. We are asked to be in the now: “Just landed at Heathrow”, “Relationship status: Single, 5 minutes ago”; as dramatic or as banal or boring as we please. Any emotion counts. By being public we have acquired anonymity and intimacy at the same time. Because of this ability to be at the same time public and anonymous we have acquired a new understanding of public life and the responsibility that was traditionally associated with it.
How real is the reality in this Twitter world? In effect we are already one step removed from reality as soon as we comment on it. Compared to a gladiator fighting in a roman arena the internet seems a safe place. Our gusto to be part of a spectacle could only be described as natural. After all we are social beings. Could the function of virtual social networks as witnesses of our emotions be compared to the function of a psychotherapy group?
Modernist sculptors used to talk about the space in between objects. I propose to reflect upon the emotional space created by our digital society.
The artworks in Bar Woteva deal with emotionality and authenticity on many different levels. Be it through the choice of material , technique or subject matter.
Ulli Knall |
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| Patrica Ellis |
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| Ulli Knall |
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| Cedar Lewisohn |
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