Iris Andraschek
       
    graveyard of ambitions

9. bis 25. November
Eröffnung Samstag,
5. November, 20 Uhr
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Iris Andraschek wird dem Galerieraum eine ländlich-bäuerliche Atmosphäre einhauchen und ihre in den letzten Jahren entstandenen Fotobücher, nachstehender Thematik,   von der Decke baumeln   lassen.

"Ein neues Megaplex mit Freizeitausstattung in einer österreichischen Kleinstadt wird eröffnet. Es liegt in weit ausgebreiteter Landschaft nahe der Stadt, schließt an eine dörfliche Wohnsiedlung, Wiesen und Äcker. Im zweiten Stock des Gebäudes sind Kinos und ein Body- building-Center. Im Parterre gibt es eine Reihe von Boxen mit unterschiedlicher   Ausstattung: Irish Bub, Italienische Pizzeria, modern gestylte Bar, abgetrennt durch dünne Plattenwände. Für die Ausstattung gibt es Firmen, die spezialisiert sind, Illusion zu erzeugen: Mistgabeln an den Wänden hier und Fässer als Sitzgelegenheiten, Fischernetze mit Kunststoffischen da und dazwischen polierter Nirosta. Zur Eröffnung wurden junge Krokodile gebraten und an   geladene Gäste gereicht.   Im Sinne von Zizek und in Andrascheks Arbeiten sichtbar wird den   Menschen der Boden unter den Füssen wackelig.

Andrascheks Arbeiten zielen auf   ländliche Umfelder und die Veränderungen speziell dieser Umfelder und Identitätsmuster in einer Welt von globalisierter (Land)Wirtschaft, Unterhaltungsindustrie und Medialisierung.
Auf einer Esoterikmesse in einer mittelgroßen Stadt findet eine Hypnosesitzung statt. 22 Frauen und Männer werden in einer Turnhalle vor Publikum in Schlaf versetzt.
Rocker auf einem Motorradtreffen spielen die für 3 Tage perfekt durchorganisierte Rebellion. Ein Ort wird ausgelagert, alle Einwohner erhalten ein Ticket für ein Ferienwochenende. Der Platz wird frei gemacht für eine Gruppe, die vor 20 Jahren noch Furcht einflößte, jetzt als Wirschaftsressource genutzt wird. Der Schaden den die Motorradbegeisterten anrichten (Menschen, die für 3 Tage aus ihrem normalen Leben aussteigen) steht in keinem Verhältnis zum Profit, den sie für den wirtschaftlich mäßig entwickelten Ort bringen.
Menschen schlüpfen in Rollen, die Rollen sind Filmen oder neueren Medienprodukten (Fantasyspielen) entnommen, sie bewegen sich an theatralischen, inszenierten Orten -   trotzdem fühlen sie sich   möglicherweise hier realer als in ihrer normalen Wirklichkeit. "

Auszug aus "Geteilte Zuversicht" von Hubert Lobnig

   

 

Dank an:

Stadt Bregenz

Land Vorarlberg

Franz Immler -Landwirtschaft

Neubeck

     
 
Mittwoch bis Freitag, von 14 bis 18 Uhr, samstags von 10 – 12 und 14 – 16 Uhr und nach tel. Vereinbarung.
Bregenz, Anton Schneider Str. 4a

galerielisihaemmerle@tele2.at